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Vereins Chronik

Ab 1920 (die Gründungsjahre)

Für die Zeit von 1920 bis zum 2.Weltkrieg existieren über den Musikverein außer einem Kassierbuch keine weiteren Berichte. Aufgrund dessen war es nur möglich, mündliche Nachforschungen anzustellen und diese so genau wie möglich wiederzugeben.

Nach den Wirren des 1.Weltkrieges wohnte im Hinterweiler ein gelernter Militärmusiker Schweizer Herkunft, namens Gottlob Strodtbeck. Im Herbst 1920 stellten sich Pankraz Gnann, Pankraz Schmid, Franz Wiedergrün (Wildes Ried), Anton Wiedergrün (Sonne), Hans Köberle, Gebhard Maucher (Käsers) und dieser Gottlob Strodtbeck die Aufgabe einen Musikverein zu gründen.

Die musikalische Leitung und Ausbildung übernahm Gottlob Strodtbeck und der Vorsitzende wurde Pankraz Gnann. So waren die ersten Jahre von Ausbildung und Vereinsvergrößerung geprägt. Bereits 1924 stellte sich der junge Musikverein Winterstettendorf einer größeren Herausforderung. Beim 50-jährigen Jubiläumsfest des Musikvereins Ummendorf vom 19.-20. Juli 1924 haben die Dorfer Musikanten am Wertungsspiel teilgenommen.

In der Anfängerstufe erspielte sich die Kapelle einen 1c Preis mit 81 Punkten. In Anbetracht der 4 Jahre darf die Teilnahme vor dem Wertungsgericht als eine große Leistung bezeichnet werden.

1931 gruppenbild

Gruppenbild 1931

1. Reihe (v.l.): Hans Köberle, Josef Müller, Gebhard Maucher, Anton Gnann, Paul Müller, Pankraz Gnann
2. Reihe: Anton Zinnecker, Karl Haller, Paul Maucher, Josef Mohr, Franz Wiest, Anton Wiedergrün
3. Reihe: Franz Wiedergrün, Anton Köberle, Josef Eisele, Pankraz Schmid

In der Weihnachtszeit führte der Musikverein Krippen- und Theaterspiele, abwechselnd im Gasthaus „Stern“ und „Sonne“ auf. Ab und zu wurde beim Juckerwirt, heute “Zur Frohen Aussicht“, gespielt.

Diese Tugend hat heute noch Bestand. Am Stefanstag veranstaltet der Musikverein zusammen mit den anderen Vereinen von Winterstettendorf die jährliche Gemeinde-Weihnachtsfeier.

Nach Alois Strodtbeck übernahm Gebhard Maucher (Käsers) das Amt des Dirigenten. In den Jahren zwischen der Gründung und dem zweiten Weltkrieg waren Pankraz Gnann auch Franz Wiedergrün (Wildes Ried), Anton Wiedergrün (Sonne) und Gebhard Maucher (Käsers) im Amt des 1. Vorsitzenden tätig.

Neben den Weihnachtsaufführungen wurde damals schon eine Faschingsveranstaltung durchgeführt. Diese Fasnet ist bis heute beibehalten worden und somit zur Tradition geworden.

1933 stellte sich der Musikverein beim Jubiläumsfest am 27./28. Mai anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Musikvereins und 50 Jahre Kriegerverein Ingoldingen erneut dem Wertungsgericht in Ingoldingen.

Angetreten wurde in der Mittelstufe. Für den Vortrag vergab das Wertungsgericht einen 2a Preis mit 81 Punkten.

1934 spielte man zur goldenen Hochzeit von Franz Xaver Scheffold. In jener Zeit, kurz vor dem 2. Weltkrieg, übernahm Alois Bloching, damals Lehrer in Winterstettendorf, das Amt des Dirigenten.


1960 etwa sternen
 

Auftritt um 1960


Ab 1954 (nach dem Zweiten Weltkrieg)

Während des Krieges sind keine Vereinstätigkeiten betrieben worden. Nachdem sich die Wogen wieder etwas geglättet hatten und die Wunden dieses schrecklichen Krieges etwas geheilt waren, machten sich einige ehemalige Musikanten sowie mehrere Männer unter der treibenden Kraft von Pankraz Gnann zur Aufgabe, den Musikverein Winterstettendorf wieder ins Leben zu rufen. So konnte am 16. August 1954 zu einer Versammlung eingeladen werden, die das Ziel hatte, dass im Dorf wieder in einer Musikkapelle musiziert wurde. Zum 1. Vorstand wurde Pankraz Gnann gewählt. Sein Stellvertreter wurde Karl Haller, Kassier wurde Anton Zinnecker und Schriftführer Konrad Hummler. Die während des Krieges gut aufbewahrten Instrumente wurden zur Generalüberholung gebracht und so konnten die Musikproben wieder neu beginnen. Für die Jugendausbildung konnte Musikdirektor Becker aus Bad Waldsee gewonnen werden und so trat die Musikkapelle bereits am Heiligen Abend mit dem Lied „Stille Nacht“ in der Mitternachtsmesse auf.

Weitere Instrumente mussten angeschafft werden. Jedoch machte sich bald die Geldnot im Verein breit. Um diese etwas zu mildern, beschloss man eine Weizensammlung durchzuführen, die dann beachtliche 641,20 DM ergab.

Als Proberaum diente ein Zimmer im Gasthof zur Sonne, das während des Krieges als Gefangenenlager für Franzosen diente.

Zielstrebig sah man dem nächsten Auftritt am Kirchenpatrozinium entgegen. Jeder Auftritt wurde von nun an benutzt um passive Mitglieder zu werben. 1955 konnten 41 Personen als „Passive“ eingetragen werden.


1960 etwa gruppenbild

Gruppenbild um 1960

Aufgrund der plagenden Finanznot spendete der damalige aktive Musikant Gebhard Maucher (Hinterweiler) eine große Trommel, die anschließend auch von ihm selbst geschlagen wurde. Gebhard Maucher war einer der großen Gönner des Musikvereins. Er hatte immer ein Herz für die Volksmusik und den Musikverein, den er auch in den folgenden Jahren finanziell unterstützte. Als Uniform wurden die vor dem 2. Weltkrieg benutzten Jacken zusammengetragen. Zum ersten Auftritt außerhalb der Gemeinde, dem Blutritt in Weingarten, sind neue Mützen angeschafft worden. An Fronleichnam 1955 ist auf Anregung von Herrn Pfarrer Unteregger nachmittags eine Feier zusammen mit dem Kirchenchor und der Landjugend durchgeführt worden. Eine anschließende Sammlung erbrachte 81,- DM. Weiterhin ist 1955 die erste Alteisensammlung durchgeführt worden. Dann fing man auch wieder damit an, in der Weihnachtszeit ein Theater oder Krippenspiel aufzuführen. Erstes Stück war „Am Ort, wo meine Wiege stand“.

Stück für Stück ist der Verein wieder aufgebaut worden, jedoch hatte die Kasse ständig Not zu beklagen. Aus diesem Grund sind auch in den folgenden Jahren Weizensammlungen durchgeführt worden. Am 15. Dezember 1955 sind in den Furtteilorten 15 Zentner Weizen gespendet worden.

Am 23. Dezember 1956 gab es einen Wechsel in der Führung des Vereins. Pankraz Schmid übernahm von Pankraz Gnann das Amt des 1 .Vorstandes. Im gleichen Zuge ging das Dirigentenamt von Albert Meincke in die Hände von Franz Sigg sen. über, der von Michelwinnaden stammte und im Dorf eingeheiratet hatte.

Dieses war der Grundstein für eine Jahrzehnte andauernde Dirigententradition der Familie Sigg. Unter der neuen Führung ist das Erbe, den Verein weiter auszubauen, zielstrebig weitergeführt worden.

Zu den damaligen ständigen Auftritten kam ein Musikerball am Gumpigen Donnerstag hinzu. 1959 gab es einen erneuten Vorstandswechsel. Otto Gnann übernahm die Leitung des Vereins von Pankraz Schmid.

In der Zwischenzeit spielte man mehrere kleine Platzkonzerte in Lippertsweiler, Hagnaufurt und bei der „Frohen Aussicht“ in Hervetsweiler.

Für 1960 musste ein neuer Proberaum gesucht werden. Diese Angelegenheit ist für die Generalversammlung der folgenden Jahre zum Hauptproblempunkt geworden. Für kurze Zeit konnte 1960 in einem Raum der damaligen Waschküche geprobt werden. Danach musste der Probenbetrieb wochenlang eingestellt werden, bis das Jugendheim mitbenutzt werden durfte. Als weiterer Raum stand dann ein Zimmer im alten Rathaus zur Verfügung.

Der musikalische Höhepunkt 1960 war ein Doppelkonzert mit dem Gesangverein Andelfingen im Gasthaus „Zum Stern“. Weiterhin zu erwähnen ist das erste Gartenfest bei der „Frohen Aussicht“ mit dem Gesangverein Winterstettenstadt. 1961 übernahm Pankraz Gnann erneut das Amt des 1. Vorsitzenden. Am 19. März 1961 gastierte die Kapelle in Andelfingen. Dieses Doppelkonzert war für alle Musikanten ein herausragender Auftritt. Neben diesem folgten 2 weitere Doppelkonzerte mit dem Musikverein Michelwinnaden.

Das Jahr 1961 war neben den schon traditionellen Auftritten wie Weihnachtsfeier, Kirchenpatrozinium, Musikerball, Blutfreitag und Fronleichnam mit anschließender Gemeindefeier ebenso von Doppelkonzerten geprägt. 1961 hatte der Verein 13 aktive Musikanten.

Im Jahr 1962 durfte bereits im Frühjahr ein großes Ereignis ins Vereinsbuch geschrieben werden. Franz Wiedergrün (Wildes Ried) stellte der Kapelle einen Raum unter dem Jugendheim als Probelokal zur Verfügung. Der bis dahin für die Landwirtschaft genutzte Raum ist von Franz Wiedergrün unter Mithilfe seines Sohnes Karl-Anton in uneigennütziger Weise ausgebaut worden. Als Dank dafür wurde ihm ein Ständchen gespielt und die Ehrenmitgliedschaft verliehen.


1960 etwa rosenmontagsumzug schussenried
  

Rosenmontagsumzug Bad Schussenried 1963

Seit 1962 ist es auch Brauch geworden, dass der Musikverein an der Generalversammlung der Darlehenskasse, heute Raiffeisenbank, zur Unterhaltung aufspielt. Von nun an nahmen auch die Auftritte außerhalb der Gemeinde zu, wie z.B. bei der Fuchsjagd des Reit- und Fahrvereins Bad Schussenried. 1962 fand das Gartenfest beim Café Steuer in Wattenweiler statt. Zu diesem Zeitpunkt zählte der Musikverein 20 aktive und 70 passive Mitglieder. 1963 beschloss die Generalversammlung den Beitrag für die passive Mitgliedschaft von 3,-auf 4,- DM zu erhöhen. Neben dieser Maßnahme ist auch wiederum eine Getreidesammlung durchgeführt worden um das Loch in der Kasse etwas zu stopfen. Neben vielen kirchlichen

und weltlichen Auftritten ist es nunmehr auch Tradition geworden, in Aulendorf und Bad Schussenried bei den Fasnetsumzügen mitzuwirken.

1964 wurde Gebhard Maucher sen. aufgrund seiner langjährigen Mitgliedschaft als aktiver Musikant und seiner stets uneigennützigen Tätigkeit zum Wohle des Vereins zum Ehrenmitglied des Musikvereins ernannt.

In diesem Jahr begleitete der Musikverein bereits zum 10. Mal die Blutreitergruppe beim Blutritt in Weingarten. Im 10. Jahr nach der Wiedergründung wurde auch der 1. Ausflug an den Bodensee durchgeführt.

1965 übergab Pankraz Gnann den Vorsitz des Vereins an Franz Wiedergrün (Sonne). Pankraz Gnann führte insgesamt 25 Jahre den Verein durch Höhen und Tiefen und ist bis heute der 1.Vorstand mit der längsten Amtszeit. Zu diesem Zeitpunkt war er auch bereits 37 Jahre aktiver Musikant. Aufgrund der vielen für den Verein geopferten Jahre ist er 1965 zum Ehrenvorstand ernannt worden. Die Urkunde ist ihm am 6. November beim Doppelkonzert mit dem Musikverein Winterstettenstadt überreicht worden. 1965 beteiligte sich der Musikverein auch am Fasnetsumzug in Winterstettenstadt.

Trotz der ständigen Geldnot entschied die Generalversammlung nach langer Diskussion 1966 eine neue Uniform anzuschaffen. Zur Mitfinanzierung sind eine Alteisen- und eine Haussammlung beschlossen worden. Die Alteisensammlung hat bis zum heutigen Tage beim Musikverein Tradition. So entstand aus der Hand des ehemaligen Dirigenten und Schneidermeisters Albert Meincke aus Winterstettenstadt die neue Uniform. Die Uniform für den Dirigenten wurde von der Blutreitergruppe gestiftet. Weiterhin herausragend für das Jahr 1966 waren das Doppelkonzert am 8. Mai mit dem Musikverein Winterstettenstadt und das Gartenfest im Spätsommer mit dem Musikverein Michelwinnaden.


1964 rosenmontagsumzug schussenried

Rosenmontagsumzug Bad Schussenried 1964

Franz Sigg sen. wurde 1966 für seine 10-jährige Dirigententätigkeit geehrt. In diesem Jahr sind 24 öffentliche Auftritte bestritten und 72 Proben abgehalten worden. 1967 fand im Gasthaus „Zum Stern“ ein Doppelkonzert mit dem Musikverein Steinhausen-Muttensweiler statt. Das traditionelle Gartenfest in Hervetsweiler wurde am 21. Mai zusammen mit der Gastkapelle Michelwinnaden bestritten. Am 9. Juli 1967 gastierte der Musikverein beim Sommerfest des Musikvereins Reichenbach. In diesem Jahr wurden erstmals 11 Jungmusikanten aufgenommen, die vom Dirigenten Franz Sigg sen. ausgebildet wurden.

1968 übernahm Andreas Barth jun. von Siegfried Maucher das Amt des Schriftführers. Für dieses Jahr hatte sich Dirigent Franz Sigg einiges vorgenommen. Höhepunkt war die Teilnahme am Wertungsspiel beim Kreismusikfest in Haidgau. Mit der Ouvertüre „Hans im Glück“ als Selbstwahlstück und dem Pflichtchor „Grandioso“ konnte in der Unterstufe ein guter 2. Rang erspielt werden. Zu dieser Zeit zählte der Musikverein 25 aktive Musikanten.

1969 gab es erneut eine Veränderung im Vorsitz des Vereins. Franz Steuer (Wattenweiler) ist mit Mehrheit von der Generalversammlung zum Vorstand gewählt worden. 1970 wurde der Jahresbeitrag für passive Mitgliedschaft durch die Generalversammlung von 4,- auf 5,- DM angehoben. In diesem Jahr waren 2 Doppelkonzerte mit dem Musikverein Molpertshaus zu bestreiten. Am 19. April spielten beide Kapellen im Gasthaus „Zum Stern“ und am 22. November im Adlersaal in Molpertshaus.

1971 übernahm Erwin Maucher aus Hagnaufurt das Amt des 1. Vorstandes von Franz Steuer. Im Frühjahr verabschiedete der Musikverein die Familie Schweizer mit einem Ständchen aus Winterstettendorf. Am Ostersonntag wurde mit dem Musikverein Steinhausen-Muttensweiler und am 6. Juni mit dem Musikverein Ettenkirch konzertiert. Am 13. Juni 1971 spielte der Musikverein Winterstettendorf sein 1. Kurkonzert in Bad Schussenried. Diese Kurkonzerte, zwar nicht mehr in Bad Schussenried, sondern in Bad Waldsee und jetzt auch in Bad Buchau, sind bis heute ein wichtiger Bestandteil im Jahresprogramm des Vereins.


1967 erntedankfest

  Erntedankfest 1967 Gasthaus Sternen

Am 6. Juli 1971 musste der Musikverein Abschied nehmen von seinem Ehrenmitglied Gebhard Maucher sen. (Hinterweiler).

1973 wechselte der Vorsitz von Erwin Maucher an Josef Eisele. Ein Jahr später am

2. April 1974 begleitete die Kapelle ihren Ehrenvorstand und Gründungsmitglied Pankraz Gnann zur letzten Ruhe.

Das 50-jährige Jubiläum des Musikvereins wurde vom 21. - 23. Juni 1974 zusammen mit der Landjugend und der Raiffeisenbank gefeiert.

Am 21 . Januar 1975 begleitete der Musikverein und eine große Trauergemeinde die beiden jungen Menschen Richard Frick und Ludwig King zur letzten Ruhe. Sie hatten bei einem schrecklichen Verkehrsunfall am 16. Januar 1975 ihr Leben verloren.

Ein erfreuliches Ereignis für den Musikverein war im Frühjahr 1975 die Württembergischen Hallensportmeisterschaften in Bad Schussenried zu umrahmen sowie die musikalische Mitwirkung beim Schleppergeschicklichkeitsfahren der örtlichen Landjugend im September 1975.

Das Jahr 1976 begann mit einem Freundschaftskonzert mit dem Musikverein Ingoldingen. Am 8. Mai spielte der Verein beim Jubiläumsfest der Brauerei Ott Unterhaltungsmusik im Festzelt.

1974 gruppenbild

  Gruppenbild 1974

Erfreulich waren die zahlreichen Konzerte, die die Kapelle mit den befreundeten Vereinen der benachbarten Gemeinden bestritt. Ein weiteres aus diesem Reigen war das Doppelkonzert mit dem Musikverein Winterstettenstadt am Ostersonntag 1977 im Fachwerkhaus.

Beim Gartenfest vom 12. - 14. August1977 war es für den Musikverein und den Vorsitzenden des Kreismusikverbandes Franz Schad eine besondere Freude einen verdienten Musiker zu ehren. Franz Sigg sen., konnte auf 30 Jahre aktive Musikerzeit und 20-jährige Dirigententätigkeit zurückblicken. Er ist einer der „Architekten“ des Musikvereins von Winterstettendorf.

Am 14. November 1975 besuchte Landrat Dr. Steuer unsere kleine Gemeinde. Gerne spielte ihm die Musikkapelle ein paar volkstümliche Weisen.

Einen Monat später, am 22. Dezember begleiteten wir unser Ehrenmitglied Friedrich Schirm und weitere 2 Monate später am 14. Februar 1976 unseren langjährigen Musiker Anton Zinnecker zur letzten Ruhe.

Ein besonderer Anlass ist es für unsere Kapelle heute noch unsere Volksmusik in Bad Schussenried darzubieten. Für viele Musiker sind die Teilnahme am Magnusfest, beim Umzug und anschließend die Unterhaltungsmusik im Festzeit, immer noch ein Höhepunkt im musikalischen Jahr.

Für diesen Termin nehmen viele Musiker auch gerne in Kauf, dass sie einen Urlaubstag opfern müssen.

Am 1. Oktober 1978 übergab Franz Sigg sen. nach 21 Jahren erfolgreicher Dingententätigkeit die musikalische Leitung des Vereins an seinen Sohn Walter Sigg.


1970 etwa steuer und zeller in wdorf

Landrat Dr. Steuer und Bürgermeister Zeller besuchen das Dorf 1975


Ab 1978 (die Ära Walter Sigg beginnt)

Noch im Herbst 1978 ist eine neue Uniform angeschafft worden, die mit Freude an der Hochzeitsfeier unseres Bürgermeisters Karl Zeller im Fachwerkhaus der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Bei der Generalversammlung am 13. Januar 1979 ist Franz Sigg zum Ehrendirigenten ernannt worden.

Im Jahre 1979 begleitete der Musikverein die Blutreitergruppe zum 25. Mal in Weingarten. Am 28. Juli 1979 und am 26. Januar 1980 mussten mit einem Trauergeleit die ehemaligen Musikanten Josef Müller (Felders) und Paul Müller (Felders) zu ihrer letzten Ruhestätte geleitet werden.

Beim 1 . Mühleweiherfest der Landjugend spielte die Kapelle 1980 zum Frühschoppen und zur Nachmittagsunterhaltung. Vom 18. - 20. Juni 1982 feierte der Musikverein zusammen mit der Landjugend sein 60-jähriges Bestehen. Im Jahr 1982 bestand der Verein aus 28 aktiven und 91 passiven Mitgliedern. Am 10. März 1983 und am 18. Februar 1984 musste Abschied genommen werden von den Gründungsmitgliedern Franz Wiedergrün (Wildes Ried) und Hans Köberle.

Vom 29. April bis 1. Mai 1984 ist das 1. Frühlingsfest in der “Schwedenhalle“ in Hervetsweiler abgehalten worden. Der damalige 1 .Vorstand Josef Eisele überließ dem Musikverein sein rustikales Gebäude für das jährliche Fest. Die angenehme Atmosphäre verschaffte diesem Fest die ganzen 10 Jahre eine besondere Note.

Bei der Generalversammlung am 13. Januar 1985 ist unser Ehrendirigent Franz Sigg zum 1. Vorstand gewählt worden. Josef Eisele kandidierte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr für dieses Amt.

Am 7. Oktober 1985 musste der Musikverein Abschied nehmen von seinem jungen Musikanten Hans-Peter Sigg, der bei einem tragischen Verkehrsunfall auf dem Weg zur Kaserne ums Leben kam.

Bei der Generalversammlung am 5. Januar 1986 wurde Gerhard Weber von Franz Sigg für seine 16-jährige Tätigkeit als 2. Vorstand mit der Fördermedaille in Silber geehrt.

Am 6. März 1986 begleitete die Musikkapelle ihr letztes Gründungsmitglied Pankraz Schmid in Röthenbach zu seiner letzten Ruhestätte.

Bei der Generalversammlung am 4. Januar 1987 ist der Kreis der Vorstandschaft um den Jugendleiter erweitert worden. Gewählt wurde Edmund Wiedergrün, der dieses Amt bereits seit 1985 ausführte. Norbert Zinser konnte auf eine erfolgreiche 10-jährigeTätigkeit als Ausbilder zurückblicken. Für diese wohlwollende Tätigkeit bedankte sich der Vorstand mit einem Geschenk.


1989 magnusfest schussenried

  Magnusfest Bad Schussenried 1989

Am 29. November 1987 bestritten die Dorfer Musikanten ihr erstes Doppelkonzert mit dem Musikverein Otterswang. Ende 1987 bestand der Verein aus 38 aktiven Musikanten und 17 Jungmusikanten in Ausbildung.

Der 23.April 1988 war für die Jungmusikanten ein ganz besonderer Tag. Beim Kreisjugendmusiktag in Laupheim trat der Musikverein mit einer Jugendkapelle zum Wertungsspiel an. Mit dem Musikstück „Pacific Grandeur“ erspielten die Jungen und Mädchen unter der Leitung von Walter Sigg in der Stufe „leicht“ die Note „gut“. Bei der Erntedankfeier 1988 wurde Andreas Barth für seine 20-jährige Tätigkeit als Schriftführer mit der Fördermedaille in Gold ausgezeichnet. Ende 1988 zählte der Verein 49 aktive Musikanten. Mit dem Musikstück „Ich hatt‘ einen Kameraden“ nahm der Musikverein am 27. Mai 1989 Abschied von seinem Ehrenmitglied Karl Haller sen.


1989 rosenmontagsumzug schussenried

Rosenmontagsumzug Bad Schussenried 1989

Im Jahre 1989 musste wiederum eine neue Uniform angeschafft werden. Dieses Mal entschied sich der Verein für eine Halbtracht.

Auf der Erntedankfeier zeigte sich die Kapelle dann erstmals mit ihrer neuen Uniform in der Öffentlichkeit. Diese Festlichkeit wurde auch genutzt, um Karl Müller für 15 Jahre Einsatz als Kassier mit der Fördermedaille in Silber zu danken.


1990 magnusfest schussenried

Magnusfest Bad Schussenried 1990

Im darauffolgenden Jahr 1990 spielte die Kapelle erneut ein Doppelkonzert mit dem befreundeten Musikverein aus Otterswang in der Gemeindehalle in Otterswang.

Wegen des Golfkrieges 1991 fiel die Fasnacht Land auf Land ab weitgehend aus. Die Narrenzunft Bad Schussenried veranstaltete am 7. April einen „Frühlingskinderball“, der vom Musikverein Winterstettendorf umrahmt wurde. Für die Jugendkapelle war das Jahr 1991 wieder ein bedeutendes Jahr. Sie stellte sich erneut den Wertungsrichtern auf dem Kreisjugendmusikfest in Baustetten. Mit dem Vortrag „Forest Spiendor“ erspielte sie sich in der Stufe „leicht“ wieder die Note „gut“. Für den 20. Oktober 1991 übte die Kapelle einen „Bayerischen Frühschoppen“ ein, der in Bad Schussenried anstelle eines Kurkonzertes aufgeführt wurde. Hierfür präsentierte sich der Musikverein mit einer Holzhackergruppe und selbst die Weißwürste und Brezeln fehlten nicht an diesem herrlichen Herbstsonntag.

Am 8. Dezember 1991 ging für die Vereine und Bürger von Winterstettendorf ein Wunsch in Erfüllung: Das neue Gemeindehaus konnte eingeweiht werden. Damit hatte auch der Musikverein einen Proberaum unter der Bühne erhalten, den die Musikanten in Eigenleistung ausgebaut und eingerichtet haben. Die Fertigstellung des Proberaumes ab Rohbau finanzierte der Musikverein aus eigenen Mitteln. Der Raum ist über einen separaten Eingang an der Gemeindehalle zu erreichen.


1991 gruppenbild

Gruppenbild 1991

Bei der Generalversammlung 1992 stellte sich Andreas Barth nach 24-jähriger Tätigkeit als Schriftführer nicht mehr zur Wahl für dieses Amt. Seine Nachfolge trat nun Armin Wiedergrün an.

Auch Franz Sigg sen. kandidierte nicht mehr für das Amt des 1. Vorstandes. An seine Stelle wurde von der Generalversammlung mit Mehrheit Herbert Kurray gewählt. In diesem Jahr wurde das Doppelkonzert mit Otterswang erstmals in der neuen Gemeindehalle Winterstettendorf abgehalten.

Da der „Bayerische Frühschoppen“ 1991 bei den Kurgästen in Bad Schussenried so gut angekommen war, studierte der Musikverein für den 10. Oktober1993 erneut ein umfangreiches Repertoire ein. Als zusätzliche Bereicherung wurde die Dorfer Volkstanzgruppe mit einbezogen.

Zum Jahreskonzert 1993 am 1. Advent versuchte der Verein erstmals eine Kombination zwischen Blasmusik und Gesang, was bis heute als Jahreskonzert im Dezember seinen Platz im Jahresablauf gefunden hat. Als Gastchor war der Männergesangverein Unteressendorf der Einladung gefolgt. Diese Gelegenheit ist auch genutzt worden, um Franz Wiedergrün und Hermann Hummler sen. für ihre 40-jährige aktive Musikerzeit die Ehrennadel in Gold zu überreichen. Weiterhin erhielt auch Walter Sigg für seine 15-jährige Dirigentenzeit die Ehrennadel in Silber vom Kreisverbandsvorsitzenden Gerhard Schust.

1994 begleitete die Musikkapelle zum 40. Mal die Blutreiter in Weingarten. Ein großes Ereignis für jung und alt im Verein war die Teilnahme am Wertungsspiel beim Kreismusikfest in Eberhardzell am 18. Juni 1994. Erstmals nach 26 Jahren stellte sich die Kapelle wieder den Wertungsrichtern. Für den Vortrag des Pflichtchores „ToIf Synir“ und dem Selbstwahlstück „Theme Varie“ ist von der Jury ein gut - befriedigend vergeben worden.

Zum Magnusfest am 12. September 1994 präsentierte sich die Kapelle mit ihrem Gesangsduo Monika Zinser und Josef Mohr.


1995 gruppenbild

Gruppenbild 1995

Der letzte Höhepunkt in diesem anspruchsvollen Jahr war das Konzert am 1. Advent-Sonntag mit dem Doppelquartett des Sängerkranzes Winterstettenstadt in der festlich geschmückten Gemeindehalle.

Seit 1986 stellen die auszubildenden Jungmusiker ihr Können unter Beweis. Anfangs in der Adventszeit und in Zusammenarbeit mit dem Kinderchor Winterstettendorf unter der Leitung von Ingrid Utz, doch heutzutage immer Anfang März und gemeinsam mit der Jugendkapelle Winterstettendorf-Winterstettenstadt.


Ab 1995 (Wandel im Musikverein)

Das Jahr 1995 war ein sehr bedeutendes Jahr für den Musikverein, denn er feierte sein 75-jähriges Bestehen. Die Festlichkeiten über den 1. Mai wurden zum Anlass für die Fahnenweihe und den Verkauf der Festchronik genutzt.

Karl Müller wurde von Gerhard Schust für seine 20 jährige Funktionstätigkeit als Kassierer mit der Fördermedaille in Gold ausgezeichnet.

Ehrendirigent Franz Sigg bekam die Sonderehrennadel des Blasmusikverbandes BW in Gold für seine besonderen Dienste im Musikverein.

Am 07. Oktober fand das Volkstanzfest in Winterstettendorf statt, welches wir musikalisch umrahmen durften. Auch das Gemeinschaftskonzert mit dem Akkordeon-Orchester „Oberes Risstal“ prägte dieses anstrengende Jahr.

Der Kindergarten Winterstettendorf wurde von März bis September 1996 umgebaut. Anstandslos stellte der Musikverein das Probelokal den Kindern zur Verfügung, um eine Kinderbetreuung aufrecht zu erhalten.

Unser Nachbarverein, der Musikverein Winterstettenstadt, feierte ein Jahr nach uns sein 75jähriges Jubiläum. Auch wir nahmen an den Festlichkeiten teil.

Im September stand dann ein erstmaliges Ereignis vor der Türe: Der Musikerausflug in den Schwarzwald war 2tägig mit Übernachtung!

Das alljährliche Doppelkonzert bestritt der Musikverein im Dezember gemeinsam mit dem Männerchor Steinhausen-Muttensweiler.

Im Juli 1997 nahm der Musikverein bei den Wertungsspielen des Kreismusikfestes in Unteressendorf teil. Die Bilanz: sehr gut bis gut. Diese ausgezeichnete Note wurde von uns mit einem Umzug durch unser „Dorf“, wie wir unseren Heimatort liebevoll nennen, gefeiert.

Auch die Nachmittagsunterhaltung des Käppelesfestes in Hagnaufurt, anlässlich der neu renovierten Kapelle, übernahm der Verein. Beim Gemeinschaftskonzert in der Gemeindehalle mit dem Liederkranz Eberhardzell wurde Willi Hummler für seine 40jährige Tätigkeit im Verein geehrt.

1998 löste Stephan Müller den langjährigen Kassierer Karl Müller ab. Das Jahreskonzert gestalteten wir mit der Gospelgruppe Steinhausen wieder in der Gemeindehalle Winterstettendorf.

Fester Bestandteil im Jahresprogramm des Musikvereins ist die Blutfreitagsprozession in Weingarten, bei dem wir die Blutreitergruppe Winterstettendorf schon seit Jahrzehnten begleiten. 1999 feierte die Blutreitergruppe ihr 50jähriges Bestehen, bei dem der Musikverein auch den Gottesdienst musikalisch umrahmte.

Auch der musikalische Teil der Generalversammlung der Raiffeisenbank Winterstettendorf kann man als traditionellen Auftritt im Jahresprogramm sehen, da der Verein seit 1962 diesen Brauch pflegt.

Das Jahreskonzert, wiederum alljährlich mit verschiedenen Chören der Umgebung, fand 1999 mit dem Kirchenchor Winterstettendorf statt. Dies wurde als Anlass zur Ehrung von Franz Müller für 40 Jahre Vereinstätigkeit genommen.

Der Konzertpartner im Jahreskonzert 2000 waren die Mannes Sangesmannen in der Gemeindehalle Winterstettendorf. Neben 56 aktiven Mitgliedern, 107 passiven Mitgliedern und 24 Jugendlichen in Ausbildung, gibt es seit 2000 auch 21 Blockflötenschüler.

Der Blockflötenunterricht wird nicht nur von Winterstettendorfer Kindern genutzt, sondern bis 2010 auch von Kindern aus Winterstettenstadt. Aufgrund der hohen Nachfrage führte man dort auch Blockflötenunterricht ein.
Die Kinder spielen parallel dazu auch in der Grundschule Winterstettenstadt Blockflöte. Hier wird die Zusammenarbeit Musikverein-Grundschule offenkundig.

2001 wurde in der Generalversammlung Thomas Müller zum neuen Jugendleiter und Rolf Zinser zum 2. Vorstand gewählt. Neben Karl Müller wurde auch Andreas Barth für 40jährige Tätigkeit im MV geehrt.

Eine der ersten Auftritte Jahr für Jahr sind die Fasnetsveranstaltungen in Winterstettendorf, mit den zwei bunten Abenden und der Kinderfasnet. Die Umzüge in Bad Schussenried, Aulendorf und Winterstettendorf folgen diesen und die Tradition spiegelt sich auch im alljährlichen Austreiben des Rathauses und der Schule in Ingoldingen.


Zum 20jährigen Partnerschaftsjubiläum der Gemeinde Ingoldingen mit St. Marcel les Valence reiste der Musikverein über Ostern 2002 mit nach Frankreich. Dort wirkte er bei den Festlichkeiten mit mehreren musikalischen Auftritten und einem Umzug mit.

Beim Jahreskonzert 2002 wurde Edmund Wiedergrün für seine langjährigen Dienste als Jugendleiter mit der Sonderehrennadel ausgezeichnet.


Im Jahr 2003 stand dann wieder ein großes Ereignus vor der Türe. Die Kapelle nahm am Wertungsspiel in Dieterskirch teil und holte sich die Note "sehr gut" in der Mittelstufe. Diese Auszeichnung wurde traditionell und ausgiebig gefeiert.


2003 wertungsspiel

Wertungsspiel 2003

Bei der Generalversammlung 2004 wurde Karl Müller für seine langjährigen Dienste als Kassierer zum Ehrenmitglied ernannt.

Da die Jugendkapelle Winterstettendorf, unter der damaligen Leitung von Walter Sigg, in ihren Möglichkeiten wegen Unterbesetzung stark eingeschränkt war und der Musikverein Winterstettenstadt mit seiner Jugendkapelle das gleiche Problem hatte, schlossen sich die beiden Jugendkapellen 2004 zu der Jugendkapelle Winterstettendorf-Winterstettenstadt zusammen.

Die Leitung übernahm die aus Dürnau stammende Simone Wetzel, die später auch den Jugendleiter von Winterstettenstadt, Frank Wiedmann, heiratete und in W’stadt sesshaft wurde.

Die gemeinschaftliche Juka ist ein guter Beleg dafür, dass gute Jugendarbeit geleistet wird.

In ihren Wertungsspielen bei verschiedenen Kreisjugendmusiktagen erlangten sie:
-2006 in Ebersbach-Musbach in der Kategorie 2 ein „sehr gut“
-2008 in Ertingen in der Kategorie 3 ein „sehr gut“
-2010 in Ingoldingen in der Kategorie 3 ein „hervorragend“

Auch bei alljährlichen Auftritten, wie beim Mühleweiherfest Winterstettendorf oder bei Konzerten in Winterstettendorf, Winterstettenstadt und Umgebung, beweisen die Nachwuchsmusikanten ihr Können.

Das neu renovierte Pfarrhaus, welches jetzt nicht mehr als Pfarrwohnung benötigt wird, sondern als Veranstaltungsraum für die Öffentlichkeit und als private Wohnung dient, konnte am 11. Juli 2004 eingeweiht werden. Die musikalische Umrahmung übernahm selbstverständlich der Musikverein Winterstettendorf.

Im Januar 2006 fand eine große Bewegung im Vorstand des Musikvereins statt:

Thomas Müller übernahm vom langjährigen Vorstand Herbert Kurray den Vereinsvorsitz.Außerdem übernahm Sigrid Sauter den freigewordenen Posten des Jugendleiters.

Außerdem wurde Andreas Barth für sein langes Innehaben des Schriftführeramtes 2005 zum Ehrenmitglied ernannt.

Das Jahr 2006 startete mit sage und schreibe fünf Fasnetsumzügen.

Beim Maifest kam die neue Attraktion „Volle-Pulle-Blasmusik“ sehr gut an. Unter den 4 Kapellen war es schwer, die Beste zu krönen. Beim Gemeinschaftskonzert im Dezember mit dem Sängerkranz Winterstettenstadt konnten Gerhard Weber und Josef Zinnecker auf 40 Jahre Musikgeschichte zurückblicken.

Ebenfalls alljährliche Termine in unserem Jahreskalender sind die Alteisensammlung und das Elternvorspiel der Jugendlichen im März.

2007 vorbereitungen fototermin

Vorbereitungen zum Fototermin 2009

Herbert Kurray wurde 2007 für seine langjährigen Dienste als Vorstand und für sein großes Engagement für den Verein zum Ehrenvorstand ernannt.

Seit 2007 ist es Jahr für Jahr selbstverständlich, dass die in Winterstettendorf gegründete Band „Double You“ am Frühlingsfestabend „Rock in den Mai“ bei uns in Winterstettendorf im Festzelt spielt.

Beim Gemeinschaftskonzert mit dem Liederkranz Mietingen galt eine große Ehrung unserem Dirigenten Walter Sigg. Er feierte 2007 seine 40jährige Musikgeschichte.


Ab 2008 (Gründung des Fördervereins)

Im Januar 2008 beschloss die Vorstandschaft des Musikvereins, zum Wohle der Jugendarbeit und zur Förderung der Volksmusik einen "Förderverein des Musikvereins Winterstettendorf" zu gründen.
Den 1. Vorsitz übernahm Ehrenvorstand Herbert Kurray.
Zum 2. Vorsitzenden wurde Berthold Hummler gewählt.
Der amtierende Kassierer des Musikvereins ist von nun an auch noch Kassierer des Fördervereins, so auch der Schriftführer.
Der amtierende 1. Vorstand des Musikvereins ist ebenso Mitglied der Vorstandschaft des Fördervereins.
Somit sind Stephan Müller als Kassier, Karin Sauter als Schriftführerin und Thomas Müller Mitglieder des Vorstands.
Die ganze Truppe wurde dann noch von Sabine Bleyer als Beisitzer unterstützt.

Der Höhepunkt des Jahres 2008 lag im Wertungsspiel in Ingoldingen. Der große Aufwand wurde mit der BESTNOTE belohnt. Eine weitere Bestnote hätten wir auch für unser Feiern nach der Bekantgabe verdient. Außerdem wurde beim Gemeinschaftskonzert mit dem Matrosenchor Aulendorf im Dezember 2008 Karl-Anton Wiedergrün für 40 Jahre Tätigkeit im Verein belohnt.

Der im Jahr zuvor schon für 40 Jahre aktive Tätigkeit geehrte Walter Sigg wurde nun für 30 Jahre in seiner Funktion als Dirigent geehrt: Ein seltenes Privileg, das der Musikverein Winterstettendorf für sich in Anspruch nehmen kann.

Beim 4. Dorfer Fußball Balla, kurz DFB, ausgetragen von der Dorfer Landjugend, gelang es 2009 dem Musikverein den ersten Platz zu ergattern.

Am letzten Tag des Maifestes veranstalteten unsere drei „Bassdamen“, die zur Fasnet hin Tuba erlernten, ein Bassistentreffen. Extra für dieses Bassistentreffen komponierte Wolfgang Paal das Tubasolo mit Blasorchesterbegleitung „BASSt scho“.

Beim Magnusfest Bad Schussenried ist der Musikverein Jahr für Jahr fest eingeplant. Bei der Teilnahme am Umzug  ist der MV Winterstettendorf die erste Musikgruppe, da er hinterher gleich ins Festzelt muss, wo er die Nachmittagsunterhaltung übernimmt.

Bei der Generalversammlung 2010 wurde Gerhard Weber, der an Erntedank 2009 aus der Musikkapelle austrat, zum Ehrenmitglied erklärt. Der sogenannte „Wiese“ war trotz eigener Landwirtschaft einer der häufigsten Probenbesucher und außerdem 16 Jahre lang 2. Vorstand des Vereins.

Im März 2010 gelang es der Jugendkapelle Winterstettendorf/Winterstettenstadt beim Kreisjugendmusiktag in der Kategorie „Mittelstufe“ einen „hervorragenden“ Erfolg zu sichern.
Als beste teilnehmende Kapelle bei diesen Wertungsspielen wurde unsere Jugendkapelle auserwählt, am "Oberschwäbischen Jugend-Musik-Festival" am Bodensee teilzunehmen und somit den Landkreis Biberach zu vertreten.

Außerdem trug der Musikverein ebenfalls im März gemeinsam mit der Stadtkapelle Bad Buchau ein Doppelkonzert im Großen Kursaal in Bad Buchau aus.

Die lange geplante und sorgfältig erarbeitete Internetpräsenz wurde 2010 veröffentlicht und wird seither stetig aktualisiert. Auch soll hier die Chronik weitergeführt werden um der lebendigen Geschichte des Musikvereins einen neuen Platz zu geben.

Carolin Fessler leitet seit 2010 die neu eingerichtete musikalische Früherziehung, die Kindern aus Winterstettendorf ermöglicht, sich schon im Kindergartenalter mit Musik zu beschäftigen. Dies ist, gemeinsam mit dem Blockflötenunterricht von Madlen Müller, die ideale Grundlage zum Erlernen eines Blasinstruments im Musikverein.

Der Sommer 2010 war geprägt von fünf Unterhaltungsauftritten, der musikalischen Umrahmung der Sternwallfahrt am 05.06.10 in der Basilika Weingarten und dem ersten Kurkonzert des Musikvereins in Bad Buchau.

Die Jugendkapelle erreichte in dem vorher genannten Jugend-Musik-Festival am 23.10.10 den 1. Platz!
Vertreten waren je eine Kapelle aus den Landkreisen Sigmaringen, Ravensburg, Bodenseekreis und Biberach, die mit Show und Spaß ein etwas anderes Jugendwertungsspiel abhielten.
Dieser Wettbewerb wurde noch nie von einer Kapelle aus dem Landkreis Biberach gewonnen und somit hat die Jugendkapelle Winterstettendorf/Winterstettenstadt einen historischen Schritt für den Blasmusikverband Biberach entscheidend geprägt.

Im Jahreskonzert 2010 und vor allem bei der Vorbereitung zu diesem wurden viele neue Erkenntnisse und Erfahrungen gesammelt. Es wurde gemeinsam mit dem Männerchor Unteressendorf veranstaltet.

2009 gruppenbild

Gruppenbild der Musikvereins 2009

Ein lang geplanter und auch lang ersehnter Höhepunkt des Vereinsjahres 2011 war unumstritten die musikalische Reise nach Südfrankreich über Pfingsten. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Gemeindepartnerschaft zwischen Ingoldingen und St. Marcel les Valence fuhr der Musikverein gemeinsam mit der Volkstanzgruppe Winterstettendorf und dem Partnerschaftskomitee. Ein unvergesslicher, viertägiger Musikerausflug, der ganz im Zeichen der Partnerschaft stand. Wir spielten nicht nur gemeinsam mit unseren französischen Musikerkollegen, sondern wohnten und feierten auch mit ihnen.

Im Dezember 2011 veranstaltete der Musikverein erstmals das Jahreskonzert nicht mit einem Chor, sondern mit der eigenen Jugendkapelle als Konzertpartner. Dies wurde auch in den darauffolgenden Jahren beibehalten.

Beim Kreismusikfest im Nachbarverein Unteressendorf 2013 wagten die Musiker unter Leitung von Walter Sigg einen gewaltigen Schritt: Die erste Teilnahme in der Oberstufe bei einem Wertungsspiel. Mit den Stücken „Ross Roy“ und „Arcus“ wurde die lange und intensive Vorbereitung mit der Note „Sehr Gut“ belohnt.

Außerdem gab im Jahre 2013 der langjährige Vollblutdirigent Walter Sigg bekannt, er wolle nach 35 Jahren seinen Taktstock zur Seite legen. 35 Jahre, in denen Walde nicht nur Dirigent des Musikvereins Winterstettendorf war. Er war neben seiner musikalischen Leitertätigkeit richtungsweisend in vielerlei organisatorischen und auch kameradschaftlichen Errungenschaften des Vereins. Die Familie Sigg war und ist immer dabei, wenn der Verein aktiv wird und man kann die Stunden, die Walter außerhalb seiner Dirigentenfunktion investiert hat gar nicht zählen. Das moderne Auftreten in den Festzelten, die hervorragende Jugendarbeit und vor allem die kreisweit bekannte gute Kameradschaft im Musikverein Winterstettendorf sind unter anderem Verdienste unseres Dirigenten Walter.

Man kann es Glück, Zufall oder Schicksal nennen, aber dass der Verein innerhalb kürzester Zeit einen mehr als geeigneten Nachfolger für dieses Amt gefunden hat, versetzte die Musiker mit Freude.

Thomas Zinser war fast „einer aus den eigenen Reihen“. Er erhielt direkt nach seinem Probedirigat den Zuschlag der Musiker, es kannten ihn schließlich alle persönlich. Dem Hagnaufurter, der bei uns im Verein seit Jahren Blechausbildung macht, den Musikverein Blönried-Zollenreute und die Stadtkapelle Bad Schussenried dirigierte, wurde am Jahreskonzert 2013 den Dirigentenstab überreicht und er führt seither musikalisch den Musikverein.

Die von Walter Sigg aufgebaute Philosophie des Musikvereins Winterstettendorf, bei Unterhaltungs-auftritten stets viele Gesangsdarbietungen und Solisten einzubauen, führt Thomas Zinser ebenso gut wie professionell weiter
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Resümee

Seit 1920 hat sich der Musikverein zu einem wichtigen Kulturträger des Ortes entwickelt. Bei vielen weltlichen und kirchlichen Anlässen trägt die Musikkapelle entscheidend dazu bei, die Feste zu verschönern.

Seit es den Musikverein gibt, hat er maßgeblich dazu beigetragen, dass Winterstettendorf mit seinen Furtteilorten Wattenweiler, Hagnaufurt, Hervetsweiler, Gensenweiler und Hinterweiler enger zusammengewachsen ist. Symbolisch ist dies auch auf unserer Vereinsfahne dargestellt.

Dank gebührt all denen, die in diesen vielen Jahren den Verein durch Höhen und Tiefen geführt haben und ihn tatkräftig unterstützten. Sei es durch Ausübung einer ehrenamtlichen Tätigkeit oder in finanzieller Hinsicht.

Der Musikverein kann stolz sein auf die Stärke der Besetzung: Über 70 Musikanten spielen nun aktiv im Musikverein. Das Durchschnittsalter des Musikvereins beträgt lediglich 24 Jahre.

Auch die 2004 gemeinsam mit dem Musikverein Winterstettenstadt gegründete Jugendkapelle kann aktuell auf eine über 10-jährige Geschichte mit vielen sehr guten und hervorragenden Teilnahmen an Wertungsspielen, sowie den zweimaligen Titel „Beste Jugendkapelle Oberschwabens“ zurückblicken.

Mögen die kommenden Generationen diesen Verein weiterführen und das Brauchtum der Volks- und Blasmusik pflegen unter dem Leitspruch: „Musik verbindet“.

 

1995 fahne musikverein vorne 1995 fahne musikverein hinten
Vorderseite Rückseite
Vereinsfahne, seit 1995 im Einsatz

 

MV Winterstettendorf e.V. 2018